[ KULT! ]: Soylent Green – 2022 … die überleben wollen!

[ KULT! ]: Soylent Green – 2022 … die überleben wollen!
[Regie: Richard Fleischer]

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[Youtube=http://www.youtube.com/watch?v=c25tTzGJmcs]

Der US-amerikanische Film Jahr 2022… die überleben wollen (Originaltitel: Soylent Green) (1973) thematisiert die Probleme der exzessiven Nutzung endlicher Ressourcen, der Umweltverschmutzung (vor allem globale Erwärmung) und der Überbevölkerung zusammenhängend mit ihren möglichen Auswirkungen in einem Zukunftsszenario. Die Vorlage lieferte Harry Harrison mit seinem Buch Make Room! Make Room! bzw. im Deutschen New York 1999. Ein Polizist kommt einem grauenhaften Geheimnis auf die Spur.

Handlung 

Es ist das Jahr 2022; die Stadt New York ist mit 40 Millionen Menschen hoffnungslos überbevölkert. Es mangelt an elementaren Gütern wie Wasser, Nahrung und Wohnraum. Lediglich einige Politiker und reiche Bürger können sich sauberes Wasser und natürliche Lebensmittel leisten und leben in relativem Luxus. Inmitten dieses Chaos führen der Polizist Robert Thorn (Charlton Heston) und sein älterer Kollege Sol Roth (Edward G. Robinson in seinem letzten Film) ein trostloses Dasein.

Detective Thorn wird angewiesen, den Mord an einem wohlhabenden, einflussreichen Mann namens William R. Simonson (Joseph Cotten) zu untersuchen. Thorn kommt schnell dahinter, dass dieser in seinem Haus nicht wie angenommen von einem Einbrecher getötet wurde, sondern dass es sich um ein Komplott handelt. Der Detective bringt mit Hilfe von Sol in Erfahrung, dass Simonson für Soylent arbeitete, ein Unternehmen, das die Lebensmittelversorgung der halben Welt kontrolliert. Es vertreibt die künstlich hergestellte Nahrung Soylent – eine Wortschöpfung aus Soy = dt. Soja und Lent(il) = dt. Linse – Green, Soylent Yellow und Soylent Red, in rauen Mengen an die mittellosen Bürger.

Seit neuestem ist jeder Dienstag „Soylent Green“-Tag. Das schmack- und nahrhaftere Soylent Green (angeblich aus Plankton) findet reißenden Absatz bei den Menschen, ist aber rationiert, sodass nicht jeder versorgt werden kann und die Polizei an den Verkaufstagen immer wieder radikal einschreitet, um die Leute zu maßregeln. Hierbei werden die Bürger wahllos mit Schaufelbaggern aufgelesen und abtransportiert.

Unterdessen werden Personen, die mit Simonson in letzter Zeit Kontakt hatten, unter mysteriösen Umständen getötet. Zudem bekommt Thorn von seinem Vorgesetzten Hatcher die Order, alle Untersuchungen in diesem Fall einzustellen. Der Detective, eine Verdunkelung witternd, widersetzt sich diesem Befehl und führt seine Ermittlungen weiter, als er durch eine Nachricht von Sol erfährt, dass dieser in einem so genannten Einschläferungszentrum seinem Leben ein Ende bereiten will, da er durch seine Nachforschungen die Wahrheit über die Zusammenhänge in dem Fall Simonson erfahren hat, und diese zu grauenhaft sei.

Thorn eilt zum Suizidzentrum und erfährt von Sol die Tatsachen, um diese nun aufzudecken.

Er dringt in die Müllverwertungsanlage der Stadt ein und sieht mit eigenen Augen das schier Unfassbare: die Leichen aus den massenhaft genutzten Einschläferungszentren werden zu Soylent Green verarbeitet.

Das Buch 

Im Buch von 1966 dagegen geht es darum, dass ein dubioser Superreicher ermordet wird. Ein Polizist lernt daraufhin im Zuge seiner Ermittlungen die Welt der Superreichen kennen, die sich nicht nur Konkubinen leisten, sondern auch echtes Fleisch. Das Buch endet mit einem resignierenden Polizisten.

Harry Harrison war mit dem Film nicht zufrieden, weil er meinte, die Einführung des Kannibalismus in die Geschichte würde diese boulevardisieren und das Niveau senken. Auch wollte er vielmehr zeigen, wie pervers die Welt der Superreichen in der Zukunft ist.

Trivia 

  • Bedingt durch eine Krebskrankheit war Edward G. Robinson bei den Dreharbeiten schon fast taub.
  • Dies ist der letzte Film von Edward G. Robinson, der am 26. Januar 1973, zwei Wochen nach Ende der Dreharbeiten, starb.

Einfluss des Films 

Es gibt in zahlreichen Filmen, Computerspielen und in der Popmusik Anspielungen auf den Film und seine Vorstellung eines industriell gefertigten Nahrungsmittels aus Menschenfleisch. Soilent Grün nannte sich eine 1979 gegründetet Berliner Punk-Band, die als Vorgängerband der Ärzte gilt. Der Track Soylent Green des Musikprojekts Wumpscut wurde 1993 zu einem Hit der Electro- und Gothic-Szene, es enthält einige Samples aus der deutschen Synchronfassung („Soylent grün ist Menschenfleisch!“). Auch mehrere Folgen der Fernsehserien Futurama und Die Simpsons enthalten parodistische Anspielungen auf Soylent Green. In der Fernsehserie „Millennium“ wird für Frank Blacks PC das Passwort „Soylent Green is people“ verwendet.

Die Anime-Reihe „Galaxy Express 999“ von Leiji Matsumoto enthält gleich mehrere Anspielungen: In der ersten TV-Serie (1980) sowie im ersten Film (1979) werden die einfachen Menschen unter ärmlichen Verhältnissen lebend gezeigt, während die Reichen es sich leisten können, sich in Roboter umzubauen. Diese jagen Menschen zum Spaß. Als der Hauptcharakter „Hoshino Tetsurou“ auf den Galaxy Express eingeladen wird, um nach Andromeda zu fliegen, und sich kostenlos in einen Roboter verwandeln zu lassen, soll er am Ende ein Bolzen für den Maschinenplaneten werden. Offensichtlicher ist es im Sequel „Adieu Galaxy Express“ – hier werden unter anderem die Energiekapseln, die die Maschinenmenschen benötigen, thematisiert. Metalmena, die Kellnerin auf dem Galaxy Express, äußert sich abfällig darüber, dass die Menschen wie Tetsurou und Maetel „unsaubere“ Nahrung zu sich nehmen müssen, hat sie doch die handlichen kleinen Energiekapseln. Am Ende bemerkt Tetsurou, als er einen Freund von sich leblos im Geisterzug erblickt und daraufhin erkundet, wo die ganzen Leichen hingebracht werden, dass aus eben jenen Leichen die Energie entzogen wird, woraus die besagten Kapseln bestehen.

Im Computer-Spiel Command & Conquer: Alarmstufe Rot – Yuris Rache rufen Yuris Anhänger „Soylent Green für Yuri“.

Im Rollenspiel Paranoia bekommen die Spieler Soylent Red oder Soylent Green (je nach Stufe ihres Charakters) zu essen und BouncyBubbleBeverage zum Trinken.

Im Strategiespiel Warcraft 3 hat die orkische Einheit „Troll-Medizinmann“ das Sprachsample: „Soylent Grau ist Trollfleisch!“.

Im Endzeit Action-Rollenspiel Deus Ex kann man im Optionsmenü „Soylent Green“ als Hintergrundfarbe wählen.

Der Elektro Industrial-Musiker Rudy Ratzinger hat für sein Wumpscut-Album „Music For A Slaughtering Tribe“ den Titel „Soylent Green“ produziert und sehr viele Samples aus dem gleichnamigen Film verwendet.

Auszeichnungen 

  • 1974: Nebula Award für Bestes Drehbuch
  • 1974: Grand Prix des Festival International du Film Fantastique d’Avoriaz
  • 1974: Nominiert für den Hugo Award in der Kategorie Best Dramatic Presentation
  • 1975: Saturn Award in der Kategorie Bester Science-Fiction-Film

Quelle: Amazon, Wikipedia.de
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